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Morbus Behcet

Es gibt viele seltene Krankheiten, die kaum ein Arzt erkennt. Unter diese Erkrankungen fällt auch Morbus Behcet, wobei es sich weitläufig um eine Art Rheumaerkrankung handelt. Allerdings sind hier nur die kleineren Blutgefäße betroffen, was dann doch erhebliche Symptome mit sich bringen kann.

Morbus-Behcet

Eine dieser Besonderheiten ist auch das die Mundschleimhaut angegriffen werden kann. Hierunter fallen auch Aphten und ihre Begleiterscheinungen. Denn Morbus Behcet greift fast den gesamten Körper an, wobei dies viele Ärzte nicht erkennen. Schlimmer noch, es kann zu einer falschen Behandlung kommen. Doch es gibt natürlich auch bei Morbus Behcet gewisse Symptome, die dann eine Behandlung ermöglichen. Erkannt hat diese Krankheit der türkische Dermatologe Hulusi Behçet, womit dann ein Teil des Namens sich erklärt. Ausgesprochen wird Morbus Behcet als Behh-tschett. Die Entstehung der Erkrankung findet ähnlich wie auch bei Rheuma statt. Einfacher gesagt, das Immunsystem des Körpers reagiert falsch und bekämpft das körpereigene Gewebe. Somit fällt Morbus Behcet unter die Autoimmunerkrankungen, was dann auch eine Schleimhautentzündung oder Aphten zur Folge haben kann. Denn bei dieser Erkrankung sind immer die kleineren Blutgefäße betroffen, was sich dann auch auf die Haut bis hin zu den Augen bemerkbar machen kann.

Wie äußert sich Morbus Behcet

Dies geschieht zumeist durch entzündete Stellen im Mund und im Genitalbereich, die sogenannten Aphten. Bei einer nicht so starken Ausprägung können diese Stellen daher nur lästig sein. Dies sieht bei einer stärkeren Ausprägung anders aus, denn hier haben die Betroffenen einen starken Leidensdruck. Gerade auf der Haut finden Veränderungen statt, die unterschiedlich ausfallen können. Einige Veränderungen können wie Akne aussehen oder kleine Bläschen, in einzelnen Fällen bilden ist Knötchen in der Unterhaut. Diese sind zudem noch tastbar. Häufig können noch Symptome in den Augen auftreten, wozu dann eine Entzündung in der Regenbogenhaut gehören kann. Allerdings kann es bei einem schweren Verlauf bis hin zur Erblindung kommen. Ebenso können die Gelenke, der Magen- und Darmtrakt genauso wie das Nervensystem betroffen sein.

Ein weiteres Merkmal von Morbus Behcet ist, das diese Krankheit in Schüben verläuft. Diesen Schüben können unterschiedlich lange Intervalle ohne jegliche Symptome folgen. Ein frühes Anzeichen von Morbus Behcet können zum Beispiel wiederkehrende Probleme mit den Augen sein, oder ebenso wiederkehrende Aphten. Leider dauert es in der Regel sehr lange, bis die unterschiedlichen Symptome als Morbus Behcet diagnostiziert wird. Hinzu kommt noch, das bis zur Diagnose viele Patienten schon sehr viele Ärzte der verschiedenen Fachrichtungen aufgesucht haben.

Morbus Behcet und wie wird diese Erkrankung behandelt?

Hierbei hängt die Behandlung von der Stärke der Ausprägungen und Symptome ab. Bei lokalen Entzündungen der Schleimhäut und der Haut, können entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente helfen. Dabei kommen meisten Salben, Augentropfen oder auch Mundspüllösungen in Frage. Sollte Morbus Behcet stärker ausgeprägt sein, dann sollten entzündungshemmende Medikamente meist in Tablettenform gewählt werden. Hierzu können auch kortisonhaltige Medikamente gehören. Bei schweren Fällen der Morbus Behcet muss das Immunsystem medikamentös reguliert werden. Dies bedeutet das hier das Immunsystem herunterreguliert wird, damit die im gesamten Körper entstandenen Entzündungsreaktionen gemildert werden. Eine weitgehend erfolgreiche Therapie gegen Morbus Behcet kann durch monoklonale Antikörper erreicht werden. So werden Botenstoffe, die entzündungsfördernd sind, im Blut der betroffenen Patienten neutralisiert.

Morbus Behcet keine neuzeitliche Erkrankung

Dies war doch sehr erstaunlich, denn schon Hippokrates hat diese Krankheit in seinen Schriften genau beschrieben. Allerdings ist dies nicht wirklich gelegt, aber die Beschreibung passt genau zu Morbus Behcet und die damit verbundenen Aphten. Dabei wurde mittlerweile auch festgestellt, das Morbus Behcet mit einer bestimmten regionaler Herkunft auftritt. Dies lässt sich in der Regel auf historische Zusammenhänge zurückführen. Dies betrifft Patienten, die eine gestimmte erbliche Veranlagung haben. Auch wenn Morbus Behcet auf der gesamten Welt auftrifft, so ist Morbus Behcet doch wiederum auf gewisse Gebiete beschränkt. Diese Gebiete befinden sich zum Beispiel entlang der Route der ehemaligen Seidenstraße, das Mittelmeer und der vordere Orient. Daher wird davon ausgegangen, das sich Morbus Behcet entlang dieser Reiseroute ausgebreitet hat.

Demnach betrifft Morbus Behcet auch mehrheitlich Menschen mit dieser bestimmten regionaler Herkunft. Erst um 1900 wurde dann Morbus Behcet genauer beschrieben, wozu dann ebenfalls die Erkrankung der Mundschleimhäute durch Aphten gehörten. Doch nicht jeder Patient, der unter dieser schmerzhaften Entzündung leidet, muss auch gleich Morbus Behcet haben. Genau dies gilt es, dann herauszufinden, um wirklich die richtige Behandlung zu finden.

Symptome der Mundschleimhautentzündung

Die durch Aphten verursachte Schädigung der Mundschleimhäute, zeigt sich als milchiges Gebilde hauptsächlich am Zahnfleisch, aber auch der Innenseite der Lippen, an der Zunge, falls vorhanden an den Mandeln, genauso wie am Gaumen. Diese Erkrankung ist sehr scherzhaft, und Betroffene beklagen sich über Brennen und Jucken der entzündeten Stellen. Dieses Brennen macht sich gerade beim Essen oder Trinken bemerkbar, wobei säuerliche Flüssigkeiten lieber gemieden werden sollten. In einigen Fällen können auch die Schleimhäute anderer Regionen betroffen sein. Hierzu gehören die Schleimhäute im Genitalbereich, die ebenfalls betroffen sein können. In einigen Fällen kann es auch eine Erkrankung durch Morbus Behcet sein, was dann abgeklärt werden muss. Häufig greifen dann die konventionellen Arzneimittel nicht, was dann schon die ersten Anzeichen von Morbus Behcet sein kann. Allerdings muss nicht jede Erkrankung der Mundschleimhäute gleich ein Anzeichen von Morbus Behcet sein.

Auch wenn einige Menschen bisher niemals mit einer solchen Entzündung der Schleimhäute zu tun hatten, kann diese doch jederzeit auftreten. Gerade wenn das Immunsystem wir durch Morbus Behcet kann es häufiger zu einer solchen Entzündung kommen, wobei diese auch durch Aphten verursachte Mundschleimhautentzündung chronisch werden kann. Bei weniger schweren Fällen heilt diese innerhalb kürzester Zeit einfach wieder ab.

Untersuchung niemals aufschieben

Sobald die Entzündung im Bereich der Mundschleimhäute auftritt, wird diese in der Regel innerhalb weniger Tage verheilen. Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, dann ist ein Besuch beim Arzt unerlässlich. Hier kann sicherheitshalber gleich auch auf Morbus Behcet untersucht werden. Denn eine Mundschleimhautentzündung kann die Ankündigung beim Morbus Behcet sein. Doch auch wenn jemand häufig diese Entzündung hat und die Abheilung sich über mehrere Wochen hinzieht, sollte der Arzt aufgesucht werden. Zum einen kann es sich dann um Morbus Behcet und zum anderen kann diese Entzündung ansonsten auch chronisch werden. Also hier nicht zu lange Warten, sondern den Arzt aufsuchen.